Vier Kinematografische Techniken Für Den Gebrauch Beim Home-Video
Vier kinematografische Techniken für den Gebrauch beim Home-Video
Die meisten Home-Videos heute sind mit einem Camcorder gedreht, da sind Sie besser dran, als wir vor zwanzig Jahren. Das ist wie einen Wagen mit Automatik, Kickdown und Tempomat fahren, oder einen Laster mit Gangschaltung, der noch Zwischengas braucht. Um das Beste aus Ihrem Camcorder heraus zu holen, habe ich vier Ratschläge:
Tipp Nr. 1 Geben Sie Ihrem Streifen ein wenig Gemütlichkeit Ein unnahbarer Touch ist vielleicht gut für Dokumentarfilme, vielleicht noch für einen Horrorstreifen, aber völlig fehl am Platz, wenn es sich um Komödien oder Romantik geht, oder wenn Sie beim Zuschauer auf die Tränendrüsen drücken wollen. Wenn Sie der Stimmung etwas Wärme geben wollen, verändern Sie an Ihrem Camcorder den Weißabgleich etwas. Bei Außenaufnahmen geschieht es häufig, dass die Aufnahmen wegen des Sonnenlichts kühler wirken, stellen Sie also den Weißabgleich auf „wolkig“ ein, das hat für die Aufnahme zur Folge, dass intensives Licht vermindert wird, Warmtöne Ihres Objektes dagegen betont werden.
Tipp Nr. 2 Digitale Kameras können auch Filter benutzen Das stimmt zwar, allerdings sind diese digitalen Filter nicht mit optischen Filtern zu vergleichen, wie zum Beispiel eine Sonnenbrille. Digitale Filter reduzieren Blendungen durch das Sonnenlicht und entfernen andere unerwünschte Reflektionen und Lichteffekte. Polarisierende Filter hingegen – eine der vielen Möglichkeiten optischer Filter haben zum Ergebnis, dass das Video irgendwie “reicher” aussieht. Bereits erzielte Aufnahmeeffekte werden betont.
Sonnbrillengläser arbeiten wie Polarisierer. Nehmen Sie einfach mal ein Sonnenbrillenglas und halten es vor das Objektiv, beachten Sie dabei im LCD-Monitor, dass man die Ränder des Glases nicht sehen kann. Tipp Nr. 3 Geistererscheinungen werden in Videos oft als flockige Bilder dargestellt Eine Art, wie man das hinkriegt, ist, wenn Sie die Zoom Optionen Ihres Camcorders nutzen. Wählen Sie eine größere Distanz zum Aufnahmeobjekt und nun beginnen Sie mit der Aufnahme. Zoomen Sie soweit heran, bis Ihr Objekt eine unverkennbare Gestalt angenommen hat. Ganz klar, je größer die Distanz zwischen Ihrer Kamera und dem Objekt, umso unschärfer wirkt das Bild, so kommen Sie zu dem „Geisteffekt“, genau wie wir es beabsichtigt haben. Tipp Nr. 4 Die Blitzlichteinrichtung an Ihrer Kamera ist nicht nur dafür gedacht, die Szene zu erhellen Man kann das Blitzlicht auch einsetzen, um Stimmungswechsel anzudeuten. Bei der „fill flash“ Option zum Beispiel, einem verborgenen Merkmal in den meisten digitalen Video-Ausrüstungen, können Sie den Zeitpunkt genau festlegen, wann der Blitz losgehen soll. Hier ist ein bisschen Fleiß gefragt, experimentieren Sie, bis Sie ein genaueres Bild davon haben, was Sie mit diesem Effekt ausdrücken können. Bald werden Sie erstaunliche Verbesserungen in Ihrer Arbeit feststellen! Kinematografie mag sich als ein lustiges Wort anhören, aber tatsächlich handelt es sich um genau die Techniken, die es Ihnen ermöglichen, den richtigen Dreh in den Kasten zu kriegen, egal um welches Objekt es sich handelt, egal, welche Stimmung einzufangen ist. Hier heißt es üben, üben und noch mal üben, bald haben Sie die künstlerische Darstellung Ihrer Drehs so perfektioniert, wie anderen professionellen Kameraleute und Regisseure.
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